Einbaufertiges Kugellager mit Gehäuseringen und Anschlussbohrungen.
Eine Kugeldrehverbindung, nicht zu verwechseln mit dem Kreuzrollenlager, ist eine Art von Wälzlager, das dazu dient, Lasten und Drehmomente in axialer und radialer Richtung zu tragen. Es besteht aus einem Innenring, einem Außenring und einem Satz von Kugeln, die zwischen den Ringen in speziellen Laufbahnen laufen.
Die Kugeldrehverbindung zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, große Lasten zu tragen und dabei eine hohe Präzision und Steifigkeit zu gewährleisten. Im Vergleich zu anderen Wälzlagertypen wie Schrägkugellagern oder Rillenkugellagern bietet die Kugeldrehverbindung eine höhere Tragfähigkeit bei einer geringeren Bauhöhe und einem geringeren Gewicht.
Kugeldrehverbindungen finden in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung, insbesondere in der Industrieautomation, Robotik, der Werkzeugmaschinen- und der Baumaschinenindustrie. Sie werden auch in der Luft- und Raumfahrt und in militärischen Anwendungen eingesetzt, wo es auf hohe Belastbarkeit und Präzision ankommt.
Anders als ein Gelenklager ermöglichen Kugeldrehverbindungen eine vollständige Drehung und werden in Anwendungen eingesetzt, bei denen sich Teile um eine feste Achse drehen müssen, wie zum Beispiel bei Kranen, Baggern oder Turmdrehkränen. Durch ihre hohe Präzision und Steifigkeit können Kugeldrehverbindungen in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen es auf eine genaue Positionierung und Steuerung ankommt.
Insgesamt bieten Kugeldrehverbindungen eine hohe Leistung, eine geringe Bauhöhe und ein geringes Gewicht, was sie zu einer beliebten Wahl in vielen Industrien macht, in denen es auf eine präzise Steuerung und hohe Belastbarkeit ankommt.
Häufige Fragen zu Kugeldrehverbindungen
Was ist eine Kugeldrehverbindung?
Eine Kugeldrehverbindung ist eine einbaufertige Drehverbindung mit Kugeln als Wälzkörpern. Innenring und Außenring haben Anschlussbohrungen und werden direkt mit der Anschlusskonstruktion verschraubt. Sie nimmt radiale Kräfte, axiale Kräfte und Kippmomente gleichzeitig auf.
Worin unterscheidet sich eine Kugeldrehverbindung von einer Rollendrehverbindung?
Bei einer Kugeldrehverbindung berühren die Wälzkörper die Laufbahn punktförmig, bei Rollen ist der Kontakt linienförmig. Kugeldrehverbindungen haben dadurch ein geringes Reibmoment und eignen sich für viele Standardanwendungen. Rollendrehverbindungen wie der Franke Typ LVG nehmen höhere Momentenlasten und Kippmomente auf.
Welche Typen von Kugeldrehverbindungen bietet Franke?
Die Typen LVA und LVB haben Gehäuseringe aus Stahl, der LVB ist für höhere Tragzahlen ausgelegt. Der Typ LVC ist als Schrägkugellager für hohe Axiallasten ausgeführt. Die Typen LVD und LVE haben Gehäuseringe aus eloxiertem Aluminium und sind für gewichtskritische Anwendungen gedacht.
In welchen Größen sind Kugeldrehverbindungen erhältlich?
Der Typ LVA ist mit Durchmessern von 100 mm bis 1.800 mm erhältlich. Die Einsatztemperatur reicht von minus 20 bis plus 80 Grad Celsius, kurzfristig bis plus 100 Grad Celsius. Für abweichende Anforderungen berät Franke individuell.
Wo werden Kugeldrehverbindungen eingesetzt?
Typische Einsatzbereiche sind Industrieautomation, Robotik, Werkzeugmaschinen, Drehtische, Baumaschinen und fahrerlose Transportsysteme. Kugeldrehverbindungen eignen sich überall dort, wo große Durchmesser, hohe Präzision und eine geringe Bauhöhe gefragt sind.
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