Glossar

Drahtrollenlager

Ein Drahtrollenlager ist ein Drahtwälzlager, bei dem Rollen statt Kugeln als Wälzkörper eingesetzt werden. Die Rollen laufen nicht auf massiven Lagerringen, sondern auf Laufringen aus Draht, die in die umgebende Konstruktion eingelegt werden. Nicht zu verwechseln ist das Drahtrollenlager mit einer Drahtführungsrolle, auch Drahtführungslager genannt, die Drahtseile und Kabel in Förderanlagen umlenkt.

Aufbau und Funktionsweise

Bei Franke Drahtrollenlagern sind die Laufrollen kreuzweise angeordnet. Dadurch nehmen sie hohe Belastungen aus allen Richtungen auf und laufen selbst bei hoher Momentenbelastung leicht. Die Rollenlaufringe bestehen aus gehärtetem und vergütetem Chrom-Silizium-Stahl, die Wälzkörper aus gehärtetem Wälzlagerstahl und der Käfig aus Polyamid bzw. thermoplastischem Polyurethan.

Eigenschaften

  • leichter Lauf selbst bei hoher Momentenbelastung
  • hohe Steifigkeit
  • unempfindlich gegenüber Stößen und Vibrationen
  • kompakter Einbauraum
  • geeignet für mittlere Drehgeschwindigkeiten und Genauigkeiten

Drahtrollenlager bei Franke

Als Lagerelement zum Einbau in die eigene Konstruktion bietet Franke das Rollenlager Typ LEW in den Baugrößen LEW 4 und LEW 7 für Lagerdurchmesser von 150 mm bis 400 mm an, Sondergrößen auf Anfrage. Die Einsatztemperatur liegt zwischen minus 30 und plus 80 Grad Celsius, kurzfristig bis plus 100 Grad Celsius, die Umfangsgeschwindigkeit bei maximal 2 m/s.

Als einbaufertige Drehverbindung gibt es das Prinzip im Rollenlager Typ LVW mit Innen- und Außenring aus eloxiertem Aluminium und fertigen Befestigungsbohrungen (Lagerdurchmesser 200 mm bis 500 mm) sowie im zweireihigen Schrägrollenlager Typ LVG (200 mm bis 400 mm).

Franke fertigt Wälzlager auch individuell nach Ihren Vorgaben: Individualprogramm Wälzlager