Ein Prinzip macht Schule.

Mit der Erfindung des Drahtwälzlagers hat Erich Franke den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung
unseres Unternehmens gelegt.

Geschichte

1930

Auf der Suche nach einer raumsparenden Lagerung für ein optisches Gerät entwickelt der Ingenieur Erich Franke 1936 das Drahtwälzlager. Seine Erfindung beschreibt er als „ein Kugellager mit besonders geringem Raumbedarf, mit welchem sich ohne Schwierigkeit die höchsten Anforderungen an die Genauigkeit des Laufs eines Körpers auf einem anderen erfüllen lassen.“

 

 

1940

Unter dem Namen Franke & Heydrich KG erfolgt im Jahr 1949 die Gründung einer eigenen Firma. Der erste Prospekt, in dem sich potenzielle Kunden über die Vorteile der Drahtwälzer informieren können, stößt auf positive Resonanz. Die Laufringe werden zunächst noch in Heimarbeit, später dann in einer angemieteten Werkstatt gefertigt.

1950

Franke stellt erstmals auf der Frühjahrsmesse 1955 in Frankfurt aus. Es entsteht eine Kooperation zwischen Franke und Rothe Erde.

1950

Zehn Jahre nach der Gründung bezieht Franke das heutige Stammwerk in der Oberen Bahnstraße in Aalen.

1960

Erstmals werden Drahtwälzlager in Drehverbindungen aus Aluminium integriert. Diese Gewichtsreduktion wird zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen.

1960

Erich Franke stirbt im Jahr 1965 nach kurzer Krankheit. Sein Sohn Egon Franke übernimmt die Leitung des Unternehmens. Erste Hersteller von Rundstrickmaschinen setzen Franke Drahtwälzlager ein.

1970

Bei neu entwickelten Kugelumlaufführungen und Führungsschlitten kann das Franke Prinzip im Jahr 1970 auch auf Linearsysteme übertragen werden. In die Stahl- und Aluminiumprofile werden Laufdrähte aus Federstahl eingebracht.

1970

Die Produktionskapazitäten werden um das Werk II jenseits der Oberen Bahnstraße erweitert. Seit 1970 finden hier große Bearbeitungsmaschinen zur spanabhebenden Fertigung ihren Platz.

1980

Drahtwälzlager für Rundstrickmaschinen werden ein erstes Großseriengeschäft für Franke.

1980

Egon Franke zieht sich im Jahr 1981 aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Gerhard Groz tritt als Gesellschafter die Nachfolge an.

1980

Michael Helbig wird im Jahr 1982 zweiter Geschäftsführer neben Gerhard Groz. In der Folgezeit werden neue Vertretungen gegründet und erste EDV-Anlagen in Verwaltung und Produktion eingeführt.

1980

Die Firma wächst weiter. Die Verwaltung zieht 1984 in einen neu erstellten Anbau, wodurch auch die Montageabteilung für Drehverbindungen erweitert wird. In diesem Jahr wird der 100. Mitarbeiter eingestellt.

1990

Als konsequente Weiterentwicklung des Drahtwälzlagers präsentiert Franke im Jahr 1990 das Flüsterlager. Es ist heute als besonders leises und präzises Hauptlager für Computertomographen ein weltweiter Erfolg und wichtiges Standbein von Franke.

1990

Die Aluminium-Rollenführung kommt 1992 auf den Markt. Sie vereint Leichtbau, hohe Verfahrgeschwindigkeit und besonders leisen Lauf in bisher nicht gekannter Weise. Bald schon entstehen zahlreiche Varianten und Adaptionen für besondere Anwendungsfälle.

1990

Das Werk III erweitert die Produktionskapazitäten. Hier werden seit 1995 die Aluminium-Rollenführungen gefertigt. Auch die Fertigungsentwicklung und das Testlabor finden dort Platz.

2000

An der Schwelle zum neuen Jahrtausend präsentiert sich Franke als modernes mittelständisches Unternehmen und als feste Größe am Markt. Zahlreiche Kunden weltweit setzen auf Franke Drahtwälzlager und Aluminium Linearsysteme. Eine Unternehmens-Website wird erstellt, um sich im aufkommenden Internet zu präsentieren.

2000

Gerhard Groz und Michael Helbig übergeben im Jahr 2007 die Geschäftsführung an Daniel Groz und Sascha Eberhard.

2000

Franke feiert sein 60-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten im Jahr 2009 wird auch das neue Kunden- und Schulungszentrum eröffnet, das sowohl für Kundentagungen als auch für interne Weiterbildungsmaßnahmen und technische Workshops genutzt wird.

2010

Das Linearmotormodul FTH Drive wird im Jahr 2010 in zwei Baugrößen vorgestellt. Es verbindet Leichtbau und höchste Dynamik.

 

 

2010

Die Fertigung im Werk II wird im Jahr 2012 um eine neue Halle erweitert. Bearbeitungsmaschinen und Montageeinrichtungen für Drehverbindungen bis zu einem Durchmesser von zwei Metern werden dort installiert. Die Solar-Branche wird als neues Einsatzfeld für Franke Drahtwälzlager entdeckt. Im amerikanischen Ivanpah folgen tausende von Solarpanels mittels Franke Lagern dem Lauf der Sonne.

2010

Die Entwicklung schreitet voran. Dem allgemeinen Trend zu leichten Materialien trägt Franke mit der Entwicklung einer Drehverbindung aus CFK (Karbon) Rechnung. Das Produktprogramm wird um Lagerbaureihen erweitert, die ab Lager lieferbar sind. Dünnringlager werden ebenfalls erweitert und zu einer eigenständigen Produktgruppe ausgebaut. Auf zahlreichen Messen im In- und Ausland präsentiert sich Franke als Partner für leichtgewichtige Konstruktionen im Bereich Wälzlager und Linearsysteme. In Zusammenarbeit mit Hochschulen entstehen Projekte für nabenlose Felgen, beispielsweise in der Formula Student.

Ausblick

Franke ist gut aufgestellt, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Eingespielte Teams in Vertrieb und Produktion arbeiten Hand in Hand, um kundenspezifische Komponenten zu entwickeln. Der fortschreitende Leichtbau-Trend – vornehmlich in der Fahrzeug- und Flugtechnik – birgt weiterhin großes Potenzial für die innovativen Lager- und Linearlösungen von Franke.