Unsere Geschichte

1936

Auf der Suche nach einer raumsparenden Lagerung für ein optisches Gerät entwickelt der Ingenieur Erich Franke 1936 das Drahtwälzlager. Seine Erfindung beschreibt er als „ein Kugellager mit besonders geringem Raumbedarf, mit welchem sich ohne Schwierigkeit die höchsten Anforderungen an die Genauigkeit des Laufs eines Körpers auf einem anderen erfüllen lassen.“

1949

Unter dem Namen Franke & Heydrich KG erfolgt im Jahr 1949 die Gründung einer eigenen Firma. Der erste Prospekt, in dem sich potenzielle Kunden über die Vorteile der Drahtwälzer informieren können, stößt auf positive Resonanz. Die Laufringe werden zunächst noch in Heimarbeit, später dann in einer angemieteten Werkstatt gefertigt.

1955

Franke stellt erstmals auf der Frühjahrsmesse 1955 in Frankfurt aus. Es entsteht eine Kooperation zwischen Franke und Rothe Erde.

1960er

Erstmals werden Drahtwälzlager in Drehverbindungen aus Aluminium integriert. Diese Gewichtsreduktion wird zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen

1965

Erich Franke stirbt im Jahr 1965 nach kurzer Krankheit. Sein Sohn Egon Franke (links) übernimmt die Leitung des Unternehmens. Erste Hersteller von Rundstrickmaschinen setzen Franke Drahtwälzlager ein.

1970

Bei neu entwickelten Kugelumlaufführungen und Führungsschlitten kann das Franke Prinzip im Jahr 1970 auch auf Linearsysteme übertragen werden. In die Stahl- und Aluminiumprofile werden Laufdrähte aus Federstahl eingebracht.

1980er

Drahtwälzlager für Rundstrickmaschinen werden ein erstes Großseriengeschäft für Franke.

1981

Egon Franke zieht sich im Jahr 1981 aus dem aktiven Geschäftsleben zurück. Gerhard Groz tritt als Gesellschafter die Nachfolge an.

1982

Michael Helbig wird im Jahr 1982 zweiter Geschäftsführer neben Gerhard Groz. In der Folgezeit werden neue Vertretungen gegründet und erste EDV-Anlagen in Verwaltung und Produktion eingeführt.

1990

Als konsequente Weiterentwicklung des Drahtwälzlagers präsentiert Franke im Jahr 1990 das Flüsterlager. Es ist heute als besonders leises und präzises Hauptlager für Computertomographen ein weltweiter Erfolg und wichtiges Standbein von Franke.

1992

Die Aluminium-Rollenführung kommt 1992 auf den Markt. Sie vereint Leichtbau, hohe Verfahrgeschwindigkeit und besonders leisen Lauf in bisher nicht gekannter Weise. Bald schon entstehen zahlreiche Varianten und Adaptionen für besondere Anwendungsfälle.

1995

Das Werk III erweitert die Produktionskapazitäten. Hier werden seit 1995 die Aluminium-Rollenführungen gefertigt. Auch die Fertigungsentwicklung und das Testlabor finden dort Platz.

2007

Gerhard Groz und Michael Helbig übergeben im Jahr 2007 die Geschäftsführung an Daniel Groz und Sascha Eberhard

2009

Franke feiert sein 60-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten im Jahr 2009 wird auch das neue Kunden- und Schulungszentrum eröffnet, das sowohl für Kundentagungen als auch für interne Weiterbildungsmaßnahmen und technische Workshops genutzt wird.

2012

Die Fertigung im Werk II wird im Jahr 2012 um eine neue Halle erweitert. Bearbeitungsmaschinen und Montageeinrichtungen für Drehverbindungen bis zu einem Durchmesser von zwei Metern werden dort installiert. Die Solar-Branche wird als neues Einsatzfeld für Franke Drahtwälzlager entdeckt. Im amerikanischen Ivanpah folgen tausende von Solarpanels mittels Franke Lagern dem Lauf der Sonne.

2012

Die Entwicklung schreitet voran. Dem allgemeinen Trend zu leichten Materialien trägt Franke mit der Entwicklung einer Drehverbindung aus CFK (Karbon) Rechnung. Das Produktprogramm wird um Lagerbaureihen erweitert, die ab Lager lieferbar sind. Dünnringlager werden ebenfalls erweitert und zu einer eigenständigen Produktgruppe ausgebaut. Auf zahlreichen Messen im In- und Ausland präsentiert sich Franke als Partner für leichtgewichtige Konstruktionen im Bereich Wälzlager und Linearsysteme. In Zusammenarbeit mit Hochschulen entstehen Projekte für nabenlose Felgen, beispielsweise in der Formula Student.

2015

In ihrer höchsten Ausbaustufe sind Franke Drahtwälzlager als Komplettsysteme aus Lagerung, Antrieb und Steuerung erhältlich. Das ruhende Lagerteil bildet den Stator, das bewegte Lagerteil fungiert als Rotor des Elektroantriebs. Es sind keine weiteren Bauteile notwendig, um das Lager mechanisch in Gang zu setzen was den Wirkungsgrad des Systems erhöht. Durch den Einsatz von Gehäuseteilen aus Aluminium kann das Gewicht des Motors mehr als kompensiert werden.

2016

Aluminium, Kunststoff, Karbon – Leichtbau-Drehverbindungen mit integrierten Drahtwälzlagern wurden schon in vielen unterschiedlichen Werkstoffkombinationen erfolgreich realisiert. 2016 geht es an alternative Fertigungsverfahren zur Herstellung der Gehäuseteile. Laser gesinterte Aluminiumringe aus dem 3D-Drucker ermöglichen den Aufbau der leichtesten Franke Drehverbindungen der Geschichte. Dieses Verfahren macht es möglich, im Inneren der Ringe eine Art Wabenstruktur zu erstellen, die den Ring leicht macht und ihm gleichzeitig die nötige Steifigkeit verleiht.

2017

Werk 5 vergrößert die Produktionsfläche um 30%. Hier werden hochdynamische Lager für die Medizintechnik (Computertomographen) und die Sicherheitstechnik (Gepäckscanner) gefertigt. Die neue Werkshalle ist nach modernsten Standards in Bezug auf Energieeffizinez, Beleuchtungs- und Lüftungstechnologie ausgestattet und fasst alle relevanten Produktionsschritte zur Herstellung hochdynamischer Lager zusammen.

2019

70 Jahre Innovation:

Mit einer Handvoll treuer Mitarbeiter, selbst entwickelten Produktionsmitteln und großem technischen Know-How gelang Erich Franke vor 70 Jahren der Start als Unternehmer. Das Drahtwälzlager entpuppte sich als geniale Produktidee und fand schon bald großen Zuspruch. Damals wie heute nutzten innovative Konstrukteure die Vorteile der freien Gestaltungs- und Materialwahl für die umschließende Konstruktion und entwickelten platzsparende, exakt an ihre Anforderungen angepasste Lagerlösungen.

Mittlerweile arbeiten mehr als 250 Menschen im Franke Stammwerk in Aalen. Über zahlreiche Vertretungen und Partner sind Franke Drahtwälzlager und Linearsysteme weltweit erhältlich.

Ausblick

Eingespielte Teams in Vertrieb und Produktion arbeiten Hand in Hand, um kundenspezifische Komponenten zu entwickeln. Der fortschreitende Leichtbau-Trend – vornehmlich in der Fahrzeug- und Flugtechnik – birgt weiterhin großes Potenzial für die innovativen Lager- und Linearlösungen von Franke.

Die Digitalisierung von Prozessen und Abläufen ist derzeit die wohl größte Herausforderung für moderne Unternehmen. Für Franke bedeutet Digitalisierung Veränderungen in der Arbeitsweise und in der Kommunikation nach innen und außen. Das Unternehmen orientiert sich dabei an den Anforderungen und Bedürfnissen der Zielgruppen. Damit ist Franke gut aufgestellt, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.